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„Fantastisch für Familien“ – 8. Hessischer Familientag lockte viele große und kleine Besucherinnen und Besucher nach Alsfeld

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Ein starkes Signal für Familien und für eine moderne familienfreundliche Politik“, nannte der Hessische Sozial- und Familienminister Stefan Grüttner den 8. Hessischen Familientag, der heute in Alsfeld im Vogelsbergkreis stattfand. Das große Engagement der Beteiligten zeige, dass Familie in Hessen eine echte Herzensangelegenheit sei und Zusammenhalt, Vielfalt und Toleranz gelebte Werte in unserer Gesellschaft. „Der Tag heute ist dafür gedacht, den Einsatz, der tagtäglich in den Einrichtungen, Vereinen und Organisationen für Familie geleistet wird zu würdigen und in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stellen“, so Grüttner weiter.

„Ich danke der Stadt Alsfeld und allen Mitwirkenden, die den Familientag ausgerichtet, vorbereitet und sich mit ihrem Angebot heute in der Stadt präsentiert haben. Sie alle haben dazu beigetragen zu zeigen, wie erfolgreiche Familienpolitik in Hessen aussieht: lebendig, bunt, fröhlich, vielfältig und mit vielen Informations- und Unterstützungsangeboten für alle Generationen. Ich danke auch den vielen Gästen, die heute den Weg nach Alsfeld gefunden haben und sich vor Ort ein Bild über das breite Angebot an Initiativen und Leistungen für Familien gemacht haben.“

Grüttner betonte, dass die Hessische Landesregierung so viel in Familien investiere wie noch niemals zuvor in Hessen. „Wir fördern und unterstützen: Schwangerschafts- und Neugeborenfürsorge, Frühe Hilfen, Kinderbetreuung, Jugendarbeit, Familienbildung, Familienzentren, Mehrgenerationenhäuser, Einrichtungen der offenen und stationären Altenhilfe, Beratungsstellen, Verbandsarbeit, Initiativen und vieles mehr. Dabei sind uns die Lebenswirklichkeit der heutigen Familien, die Vielfalt der Familienmodelle und das Miteinander der Generationen Verpflichtung für eine ‚Politik des Ermöglichens‘. Sie ist nachhaltig ausgerichtet und das stabile Fundament  für die erfolgreiche Zukunft unseres Landes.“

Der Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Jo Dreiseitel, unterstrich die Bedeutung des Familientags auch für die Integration von Menschen und Familien mit Migrationshintergrund. „Ziel der hessischen Integrationspolitik ist, die Vielfalt unserer Gesellschaft als Ressource zu nutzen. Alle Menschen sollen ihre Potentiale entfalten und ihre Chancen wahrnehmen können. Um dieses Ziel zu erreichen, unterstützt die Hessische Landesregierung mit vielfältigen integrationspolitischen Maßnahmen. Ich freue mich, dass hier heute von der Diskussionsrunde „Integration im ländlichen Raum – wie funktioniert es in Alsfeld und im Vogelsberg?“ Impulse ausgingen“, so Dreiseitel. Integration könne nur vor Ort gelingen. „Deswegen stärken wir über das Landesprogramms WIR und die WIR-Koordinationskräfte, die von den Kreisfreien Städten, Sonderstatusstädten sowie Landkreisen eingestellt werden, u. a. die hessische Willkommens- und Anerkennungskultur aller zugewanderten Menschen in Hessen.“ Der Vogelsbergkreis nehme seit März dieses Jahres an dem Programmschwerpunkt „WIR-Koordination“ teil. „Es ist toll zu sehen, wie es nach und nach gelingt, Integration in die Fläche zu tragen und zu den Menschen zu bringen“, so der Bevollmächtigte und Staatssekretär.

Alsfeld präsentierte sich am Samstag unter dem Motto „Fantastisch für Familien“ mit einem fröhlichen, informativen und abwechslungsreichen Programm Mehr als 160 Einrichtungen und Organisationen aus ganz Hessen und der Region – darunter Schulen, Kindergärten, Kirchen, Vereine, Verbände und Initiativen – folgten dem Aufruf der Veranstalter und beteiligten sich mit Informationsständen, Mitmachaktionen, und Bühnenprogrammpunkten an der Veranstaltung Der Wettergott spielte mit und so platzten die Plätze, Straßen und Gassen in der historischen Altstadt aus allen Nähten. Bis zum Abend wurden über 12 000 Besucherinnen und Besucher gezählt.

Hessens Familienminister Grüttner nahm sich viel Zeit für seinen Besuch und sparte nicht mit Lob für die Beteiligten. „Ich bin stolz darauf, dass sich Hessen mit der heutigen Veranstaltung erneut als lebendiges, lebenswertes und familienfreundliches Land mit Familiensinn präsentiert hat“, sagte Stefan Grüttner.

Auf dem „Markt der Möglichkeiten“, der sich vom Marktplatz mit seinem weltbekannten Rathaus bis zum Stadthallengelände erstreckte, präsentierten sich die teilnehmenden Organisationen mit ihren Angeboten. Dort konnten sich die Besucherinnen und Besucher direkt informieren, mit Experten ins Gespräch kommen, sich austauschen und beraten lassen oder einfach nur durch die Gassen schlendern, den Ideenreichtum und die Kreativität der beteiligten Gruppen und Organisationen bestaunen oder regionale Köstlichkeiten zu familienfreundlichen Preisen probieren. Ausstellungen, professionelle Führungen und Workshops bereicherten das vielschichtige Angebot. Die Stadtbücherei und die Alsfelder Musikschule präsentierten sich mit einem „Tag der offenen Tür“ und der JFV Alsfeld-Bechtelsberg hat die Eröffnung seines Lindensportplatzes den Tag über mit einem sportlichen Programm gefeiert. Das Inklusions-Fußballspiel der C-Jugend und das Einlagespiel der U 19-Mannschaft gegen die B-Junioren der Eintracht Frankfurt waren Highlights für Fussballfreunde Auf dem Gelände der Alten Molkerei konnte das umfangreiche Informations- und Unterhaltungsangebot der Neuen Arbeit Vogelsberg gGmbH wahrgenommen und auf dem Vogelsberger Regionalmarkt heimische Produkte erstanden werden.

Die Veranstalter zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt des Programms, von dem sie sich beim Rundgang über das Veranstaltungsgelände überzeugen konnten. Matthias Wilkes, Stiftungsratsvorsitzender der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie stellte fest: „Der Hessische Familientag macht deutlich: Familie geht uns alle an. Sie ist der Kern unserer Gesellschaft, in der wir so wichtige Werte wie Liebe, Vertrauen und Respekt erfahren. Daher müssen Familien durch bedarfsgerechte Angebote und tragende Netzwerke in ihrem Umfeld gestärkt werden. Familie gehört in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit Hierfür setzt sich die Karl Kübel Stiftung weltweit ein.“

Gemeinsam mit dem Gastgeber, dem Alsfelder Bürgermeister Stephan Paule, nahmen der Hessische Familienminister Stefan Grüttner und Matthias Wilkes an zahlreichen Programmpunkten teil, besuchten Mitwirkende an ihren Ständen und führten Gespräche mit Besuchern.

Bürgermeister Stephan Paule stellte fest: „Es war richtig, sich um die Ausrichtung des 8. Hessischen Familientags zu bewerben. Mit großer Spannung und Erwartung habe ich an den Vorbereitungen im Vorfeld teilgenommen und freue mich, dass wir heute deutlich machen konnten: In der Stadt Alsfeld zieht man an einem Strang, wenn es um die Belange von Familien geht. Ich bin stolz darauf, dass sich eine Vielzahl von Einrichtungen und Organisationen aus der Stadt sowie viele Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld und heute am Hessischen Familientag aktiv beteiligt haben.“

Eine außergewöhnliche Aktion örtlicher Vereine war die „märchenhafte Rathaus-Familiade“. In Kooperation mit dem Landessportbund Hessen und dem Sportkreis  Vogelsberg wurde ein vereinsübergreifender Bewegungsparcours mit zwölf Stationen für die Familien auf die Beine gestellt.

In der Marburger Straße lud der Hessische Jugendring auf seiner Aktionsfläche zum Mitmachen ein. Die Aktion „Bungee Run“ und das Klettermobil der Sportjugend Hessen waren nur einige der Highlights, an denen sich die großen und kleinen Besucher ausprobieren konnten. Die Angebote der Naturschutzjugend Hessenund der Landjugend Hessen rundeten das Programm ab. Ein besonderer Blickfang und ein begehrtes Fotomotiv waren die Walk-Acts, die den Tag über in den Straßen unterwegs waren: die Maus aus der bekannten Sendung mit der Maus, der Hessenlöwe, Kinderkommissar LEON, Schlunz von der LPR Hessen, das Zeitungsmonster Kruschel, Imanuel Immergrün und das schrille Pärchen. Musikgruppen wie Beats an Noises und Voice Factory unterhielten mit ihrer mitreißenden Percussion-Show auf den Bühnen und in den Straßen. Der ADAC Hessen-Thüringen machte mit seinem Präventionsangebot „Verkehrswelt“ fit für den Straßenverkehr und die mobile Welt von heute. Alles klar zum Entern hieß es für kleine Piraten am Riesenbett der Jugendherbergen Hessen. Aber auch Nachdenkliches und Besinnliches konnte man erleben.  Rund um die Walpurgiskirche erhielt man Einblick in das vielfältige Schaffen der Alsfelder Dekanate und Gemeinden. Die hessenstiftung - familie hat zukunft informierte über das innovative Flechtwerk-Besuchsangebot „Mein Papa kommt“ für Kinder mit zwei Elternhäusern.

Zum Programm des 8. Hessischen Familientags gehörten auch interessante Diskussionsrunden mit Gesprächspartnern aus Politik und Wirtschaft. In der Talkrunde  „Familie und Arbeitswelt im Wandel: Perspektiven der Fachkräftesicherung in Hessen“ wurde diskutiert, wie von einer guten Familienpolitik auch die Wirtschaft profitieren und dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden kann.

Fragen zum Umgang und zur Unterbringung von Flüchtlingen standen in der Diskussionsrunde  „Integration im ländlichen Raum – wie funktioniert es in Alsfeld und im Vogelsbergkreis“ im Mittelpunkt, an der Jo Dreiseitel, Staatssekretär und Bevollmächtigter für Integration und Diskriminierung im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, und Vertreterinnen der Karl Kübel Stiftung, des Caritas-Verbands Gießen und des Bündnisses für Familie im Vogelsbergkreis teilnahmen.

Höhepunkte des Bühnenprogramms bildeten die SportMaus-Show, Kinderliedermacher, Tanz- und Musikgruppen, Chöre, Clowns, Zauberer und viele mehr. Die Kinder der Städtischen Kita führten das Theaterstück „Das Vier-Farben-Land“ auf, in der auch Moderator Thomas Ranft gerne eine Rolle übernommen hatte. Stolz und glücklich waren die Kinder und Jugendlichen, die sich mit einem selbstgeschriebenen Märchen an dem Projekt „Familientagsmärchenbuch – Fantastisch für Familien“ beteiligt hatten, als sie ihr persönliches Exemplar des Märchenbuchs als Belohnung für ihre Mitwirkung aus den Händen von Familienminister Stefan Grüttner, Daniela Kobelt Neuhaus (Karl Kübel Stiftung), Bürgermeister Stephan Paule, Thomas Goß (Sparkasse Oberhessen) und Karina Gutzeit (wortreich in Bad Hersfeld) entgegennehmen konnten.

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration und die Karl Kübel Stiftung, die den Hessischen Familientag seit 2002 alle zwei Jahre gemeinsam veranstalten, zeigten sich überaus zufrieden mit der diesjährigen Veranstaltung und sehen das Konzept des Tages bestätigt. „Heute hat sich erneut gezeigt, dass der Familientag in idealer Weise dazu geeignet ist, Familien, Interessierte und Engagierte zu erreichen und zusammenzubringen. Die große Anzahl der beteiligten Organisationen und die erfreuliche Besucherresonanz haben gezeigt, dass sich die Menschen für das Thema Familie interessieren und auch bereit sind, sich dafür zu engagieren. Dies stimmt uns sehr zuversichtlich“, erklärte Matthias Wilkes, Stiftungsratsvorsitzender der Karl Kübel Stiftung. Wilkes dankte der gastgebenden Stadt für die hervorragende Kooperation im Zuge der intensiven Vorbereitungen.

Bürgermeister Stephan Paule ergänzte: „Dieser Tag mit seinen familienpolitischen Botschaften, mit fröhlichen und zufriedenen Gästen, mit Kinderlachen, mit interessierten Besuchern und den vielen Mitwirkenden hat sich gelohnt. Wir gehen bestätigt und gestärkt aus der Veranstaltung und betrachten den Tag als Impuls und Motivation, um unsere familienorientierte Politik und Offenheit für die Belange von Eltern, Erziehenden und Kindern in Alsfeld weiterzuverfolgen und auszubauen.“

Den Tag über waren auf dem Familientagsgelände Kinderreporter im Rahmen eines medienpädagogischen Projektes der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) unterwegs, um aus ihrer Sicht über den Hessischen Familientag zu berichten. Sie nahmen ihre Sache sehr ernst und interviewten voller Elan Politiker, Standbetreiber und Besucher. Das Ergebnis, ein kleines Video vom Familientag in Alsfeld, kann in Kürze auf der Website www.hessischer-familientag.de angesehen werden.